Viertel­spaziergang am 19. April 2026

Mit rund zwanzig Neugierigen – Viertelgruppe plus frische Gesichter – durch das Marienviertel. Wer hätte gedacht, dass Oberhausen so viel zu erzählen hat? Psssst …

Herr Schnäter und die Villa auf der Grillostraße

Er macht das nicht zum ersten Mal – und man merkt: Es macht ihm nach wie vor Spaß. Herr Schnäter führt uns zur alten Villa auf der Grillostraße und erzählt, was hinter den Fassaden steckt. Geschichte, Geschichten, Geheimnisse – jedes Mal ein bisschen anders, jedes Mal ein Ereignis. Danke, Herr Schnäter!

Der ehemalige Concordiasee

War da mal Wasser? War da mal See? Ja – und zwar mehr, als man heute ahnt. Der Concordiasee, der durch Bergsenkungen der Zeche Concordia (1860er-Jahre) entstand, ist längst passé. Aber wer genauer hinsieht, entdeckt noch seine Spuren.

Die alte Zahnarztpraxis Press

Ein Haus mit Vergangenheit und Charakter. Hier hat früher jemand gebohrt, was die Zähne hielten – unerhört hinter dicken Wänden. Wenn die reden könnten …

Ehemals „Zum Pino“ – wo der Teig die Runde machte

Ecke Mülheimer Straße/Falkensteinstraße: Hier soll 1967 die erste Pizzeria des Ruhrgebiets gestanden haben. „Zum Pino“ – gegründet von Pino Toma, einem Gastarbeiter aus Kampanien, der fleißig Teig knetend und wirbelnd das Revier verändert hat. Fatih Akin hat diese Geschichte 2002 mit Solino ins Kino gebracht – und die Stadt Oberhausen verweist bis heute ausdrücklich auf genau diese Adresse.

Trouvaille am Wegesrand: die alte Druckerei in der Annabergstraße

So ein Gebäude, das man gerne entdeckt, wenn man beim Schlendern die Äuglein weit öffnet. Echt, da war früher eine Druckerei? Ja klar, auch für die Info ist der Viertelspaziergang da.

Das „Bullenkloster“

„Bullenkloster“ nannte man die Ledigenheime für alleinstehenden männlichen Arbeiter. Kein Familienleben, dafür Gemeinschaftsräume und ein Dach überm Kopf. Hier im Marienviertel stand eines davon, und der Volksmund hat ihm diesen tierischen Namen verpasst, der bis heute hängengeblieben ist.

Haus Union

Eine echte Institution – und ein weiteres Gebäude mit Geschichte. Wer je im Restaurant und Hotel war, weiß: Hinter der schönen Fassade steckt viel Historie. Ein Ort, der das Viertel seit Jahrzehnten mitprägt. Und davor lässt man sich gerne ablichten. Cheeeeese!

Gaststätte Martha Stasyk – und das Ex-Bordell schräg gegenüber

Eine klassische Kneipe in der Schenkendorfstraße – Bier, Schnaps, bodenständiges Publikum. Früher sicher auch ein Treffpunkt für den ein oder anderen aus dem Bullenkloster in unmittelbarer Nähe. Schräg gegenüber: ein ehemaliges Bordell. Oha! Das Marienviertel hat Ecken mit Geschichten und Geschichten mit Ecken und Kanten.

Das Schulz-Haus im Bismarckviertel

Vielleicht das schönstrenovierte Haus auf unserer Route, denkmalgeschützt. Na, klar! Ein Jugendstilbau, der zeigt, was möglich ist, wenn jemand mit Liebe ans Werk geht. Einfach: ein Haus, in das man sich sofort verguckt. Leider vergeben 😉

Das ehemalige Café Müller – heute: Vila Mala

Früher das traditionsreiche Café Müller, heute Vila Mala – Bar, Bistro, Lounge und Begegnungsort. Ein Haus, das sich neu erfunden und seinen Charme behalten hat. So soll’s sein!

Am 14. Juni spazieren wir wieder. Vielleicht kommen dann noch andere Viertelschönheiten zur Route dazu – wer weiß. Wir freuen uns darauf und auf euch!